LLL- Lernzeit, Lernplan, Langzeithausaufgaben

Die Lernzeit ist Teil der Rhythmisierung unserer Ganztagsorganisation. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass Kinder auch nachmittags an den AG-Angeboten oder der Betreuenden Grundschule teilnehmen und dann erst am späten Nachmittag nach Hause kommen.

 

 Die Teilnahme von Kindern am Nachmittagsangeboten wird von uns als Ganztagsschule positiv bewertet und ist eine Chance für Familien, Beruf und Kindererziehung zu vereinbaren. In den vielen unterschiedlichen Nachmittagsangeboten können Interessen verwirklicht, Talente entdeckt und ausgebaut, an bestimmten Förderschwerpunkten gearbeitet sowie Zeit mit Freunden verbracht werden.

 

In den drei wöchentlichen Lernzeitstunden (Mo., Mi., Do. in der Regel in der 3. Std.) üben, wiederholen und festigen Kinder Dinge, die im Unterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik eingeführt wurden. Die Kinder sollen in dieser Zeit selbstständig nach einem schriftlich vorliegenden Lernplan arbeiten. Bei Fragen können sie sich direkt mit Mitschülern austauschen oder die Hilfe der Lehrkraft in Anspruch nehmen. Fertig gestellte Aufgaben werden direkt vom Lehrer kontrolliert. Diese Arbeitsweise gilt ab dem Schuleintritt, zu Beginn kann auf dem Lernplan mit Symbolen gearbeitet werden.

 

 Der Lernplan soll die Kinder im Sinne eines Wochenplanes zum selbstständigen Erledigen ihres Arbeitspensums über die Woche hinführen.

 

Die auf dem Lernplan notierten Wochen-Aufgaben sollten in einem Umfang festgelegt werden, die in der Regel von allen Schülerinnen und Schülern in den drei Lernzeitstunden selbstständig zu schaffen sind. Der Plan sollte zusätzlich Aufgaben (Sternchenaufgaben) enthalten, die für schnell arbeitende Kinder eine Herausforderung bieten. Wenn Förderbedarfe bei Kindern vorliegen, sollte die Aufgabenstellung des Lernplanes diese berücksichtigen.

 

Am Ende der Woche entscheidet die Lehrkraft, ob Kinder gut und zügig gearbeitet haben oder evtl. abgelenkt oder unkonzentriert waren und evtl. zu Hause etwas fertig stellen sollten. Dazu gibt es einen entsprechenden Kommentar auf dem Lernplan.

 

Zu Hause können sich die Eltern dann ein Bild von den in der Lernzeit erarbeiteten Dingen machen und evtl. auch noch Kontrollen der Aufgaben vornehmen, wenn dies die Lehrkraft nicht bei allen Kindern geschafft hat.

 

Komplett in der Verantwortung der Eltern liegt die Unterstützung ihrer Kinder im Bereich der Langzeithausaufgaben.

 

Der Name Langzeithausaufgabe ergibt sich aus der Tatsache, dass Familien sie eigenverantwortlich in ihren Wochenablauf einbauen können, sie also nicht von einem auf den nächsten Tag erledigt werden müssen.

 

Die Langzeithausaufgaben werden vom Lehrer in den Lernplan eingetragen und können dann im Laufe der Woche und über das Wochenende in selbst eingeteilten „Häppchen“ abgearbeitet werden. Sie werden von den Eltern begleitet/kontrolliert und von ihnen auf dem Plan als erledigt abgehakt. Die Präsentation bzw. Überprüfung der Ergebnisse erfolgt zeitnah zur Erledigung im Laufe der Woche oder zu Beginn der folgenden Woche.

 

Bei den Langzeithausaufgaben kann es sich unter anderem um die Vorbereitung von Präsentationen oder Recherchetätigkeiten bzw. andere auf die weiterführende Schule vorbereitenden Methoden und Arbeitsweisen handeln.

 

Neben der Begleitung der Langzeithausaufgaben liegt es in der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder bei Lernprozessen zu unterstützen, die nur durch regelmäßige Wiederholung automatisiert werden können. Dazu zählen z. B. das Lesen und Kopfrechnen. Diese Tätigkeiten sollten – unabhängig vom Lernplan - möglichst täglich in den Familienalltag eingebaut werden.